Nicht nur die Landesregierung und die Nationalbank, auch Vertreter der Arbeitnehmer, der Regionalbanken und der Wissenschaft stellen sich klar gegen das unverantwortliche Vollgeld-Experiment.

«Die Unabhängigkeit der SNB würde untergraben, wenn wir neues Geld direkt an den Staat oder die Haushalte verteilen müssten. Dadurch würde die Nationalbank zum Spielball politischer Interessen, und die Erfüllung unseres Mandats würde erschwert.»
Thomas Jordan, Präsident des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank

«Die Umsetzung der Initiative würde eine weitgehende und unerprobte Umgestaltung des Geld- und Währungssystems sowie des Finanzsektors der Schweiz im nationalen Alleingang und mit ungewissem Ausgang bedeuten.»
Der Bundesrat, Botschaft zur Vollgeld-Initiative

«Die Vollgeld-Initiative birgt für die Arbeitnehmenden unter dem Strich mehr Gefahren als Vorteile. Deshalb sollte sie abgelehnt werden.»
Daniel Lampart, Chefökonom Schweizerischer Gewerkschaftsbund

«Die Initiative geht weit über das hinaus, was einer Vollgeldreserve gleichkäme und hätte schwerwiegende Konsequenzen für die Geldpolitik. Sie würden die finanzielle Stabilität schwächen, anstatt sie zu stärken. Und sie würde das Vertrauen ins Schweizer Geldsystem bedrohen.»
Philippe Bacchetta, Prof. am Swiss Finance Institute, Universität Lausanne

«Sichteinlagen sind eine zentrale Finanzierungsquelle bei den Raiffeisenbanken und ihr Volumen ist beträchtlich. Eine Systemumstellung brächte den Banken Nachteile bei der Refinanzierung. Damit wären auch höhere Kosten für die Kundinnen und Kunden verbunden.»
Alexander Koch, Leiter Immobilien- & Makro-Research, Raiffeisen Schweiz

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