Nun ist klar: Alle grossen Parteien der Schweiz lehnen die Vollgeld-Initiative ab. Nach CVP und SP haben auch die FDP und die SVP ihre Parolen beschlossen. Sie alle wollen nichts wissen von diesem gefährlichen Experiment.

Neben den vier Bundesratsparteien sagen auch die BDP, die Grünliberalen, die EVP, die Jungfreisinnigen und die Piratenpartei Nein zu Vollgeld. Damit steht eine breite politische Allianz gegen die Initiative ein. Entsprechend bunt besetzt ist auch das Co-Präsidium des Nein-Komitees. Darin finden unter anderem die bankenkritische SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer und SVP-Banker Thomas Matter, aber auch CVP-Ständerat Pirmin Bischof und glp-Nationalrätin Kathrin Bertschy zusammen.

Alle Köpfe des Co-Präsidiums finden sie hier.

Als einzige Partei konnten sich bisher die JUSO zu einem Ja durchringen. Doch auch bei ihnen gibt es keine grosse Begeisterung ‒ so hat beispielsweise die Kantonalsektion Aargau ebenfalls eine Nein-Parole beschlossen. Jenseits der politischen Organisationen stösst die Initiative erst recht auf geschlossene Ablehnung. Die Dachverbände der Wirtschaft haben schon vor längerer Zeit ihr Nein beschlossen. Und weil kleinere Betriebe von einer möglichen Kreditknappheit und steigenden Bankgebühren besonders betroffen wären, sagt auch hotelleriesuisse ganz klar Nein zu Vollgeld. Weitere werden folgen.

Den aktuellen Parolenspiegel zur Abstimmung vom 10. Juni finden sie hier.

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