Die Vollgeld-Initiative, die am 10. Juni zur Abstimmung kommt, würde unser Geldsystem einem Experiment aussetzen, das enorm riskant und weltweit einmalig wäre. Zudem würde Vollgeld Kredite erheblich schwieriger und teurer machen. Heute hat das breite, überparteiliche Komitee «Vollgeld-Initiative Nein» seine Argumente gegen die Vorlage präsentiert.

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Das überparteiliche Komitee «Vollgeld-Initiative Nein» mit über 130 Parlamentarierinnen und Parlamentariern aus den Parteien CVP, BDP, EVP, FDP, glp, SP und SVP lehnt die Initiative «Für krisensicheres Geld: Geldschöpfung allein durch die Nationalbank! (Vollgeld-Initiative)» klar ab. Die Initiative fordert eine radikale Umgestaltung des Geldsystems und somit ein Experiment mit unsicherem Ausgang. Heute verfügt die Schweiz über ein stabiles System, das sich über Jahrzehnte eingespielt hat. Die Initiative würde dieses radikal auf den Kopf stellen. Es gibt keinen Grund, warum die Schweiz für so ein Experiment herhalten sollte.

Vollgeld wird teuer für alle

Mit Vollgeld würde es für KMU und Private erheblich schwieriger und teurer, einen Kredit (z.B. Hypothek) zu erhalten. Entsprechend negativ wären die Folgen für die Schweizer Wirtschaft, die Hauseigentümer und folglich auch für alle Mieterinnen und Mieter. Da die Geschäftsbanken mit den Kundengeldern auf den Zahlungsverkehrskonten nicht mehr arbeiten dürften, würden zudem die Gebühren für Finanzdienstleistungen steigen, womit es für alle teurer würde.
Nein zu erzwungenen Geldgeschenken der Nationalbank
Mit Annahme der Initiative wäre die Schweiz das einzige Land der Welt, das seine Nationalbank zwingt, Geld ohne Gegenwert in Umlauf zu bringen. Die SNB könnte ihren geld- und währungspolitischen Auftrag kaum noch wahrnehmen. Denn geschenktes Geld lässt sich nicht zurückholen. Und die Idee der Initianten, mit neuem Vollgeld künftig grosszügig Staatsaufgaben zu finanzieren, liesse die Nationalbank erst recht zum Spielball der Politik werden.

Am 10. Juni 2018: Nein zur Vollgeld-Initiative!

Website: www.vollgeldinitiative-nein.ch
Facebook: www.facebook.com/VollgeldinitiativeNEIN
Twitter: www.twitter.com/Vollgeld_nein

Kontakte

Kathrin Bertschy, Nationalrätin glp (BE), 078 667 68 85
Pirmin Bischof, Ständerat CVP (SO), 079 656 54 20
Olivier Feller, Nationalrat FDP (VD), 079 658 31 92
Susanne Leutenegger Oberholzer, Nationalrätin SP (BL), 079 673 01 03
Thomas Matter, Nationalrat SVP (ZH), 079 404 70 42

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