Nicht nur die Landesregierung und die Nationalbank, auch das Parlament und Vertreter der Arbeitnehmer und der Wissenschaft stellen sich klar gegen das gefährliche Vollgeld-Experiment.

«Die Unabhängigkeit der SNB würde untergraben, wenn wir neues Geld direkt an den Staat oder die Haushalte verteilen müssten. Dadurch würde die Nationalbank zum Spielball politischer Interessen, und die Erfüllung unseres Mandats würde erschwert.»
Thomas Jordan, Präsident des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank

«Die Initianten haben ein Kartenhaus aufgebaut, das zusammenbrechen würde.»05
Ueli Maurer, Vizepräsident des Bundesrates 2018, Vorsteher des Eidgenössischen Finanzdepartements EFD

«Die Vollgeld-Initiative birgt für die Arbeitnehmenden unter dem Strich mehr Gefahren als Vorteile. Deshalb sollte sie abgelehnt werden.»
Daniel Lampart, Chefökonom Schweizerischer Gewerkschaftsbund

«Die Schweiz braucht keine Vollgeld-Experimente mit ungewissem Ausgang und keine Nationalbank, die unkontrolliert agiert und zur Gefahr für unsere Arbeitsplätze werden kann.»
Susanne Oberholzer-Leutenegger, SP Nationalrätin

«Den Initianten fehlt das Verständnis für die volkswirtschaftlichen Leistungen, welche die Banken im Zusammenhang mit Liquiditätsschöpfung, Zahlungsverkehr und Kreditvergabe erbringen. Bankdienstleistungen würden weniger effizient erbracht und teurer.»
Ernst Baltensperger, Professor und früherer Berater der Nationalbank

 «Warum sollen wir etwas flicken, was gar nicht kaputt ist»
Thomas Matter, SVP Nationalrat

«Die Initiative geht weit über das hinaus, was einer Vollgeldreserve gleichkäme und hätte schwerwiegende Konsequenzen für die Geldpolitik. Sie würden die finanzielle Stabilität schwächen, anstatt sie zu stärken. Und sie würde das Vertrauen ins Schweizer Geldsystem bedrohen.»
Philippe Bacchetta, Prof. am Swiss Finance Institute, Universität Lausanne

«Was die Initianten fordern, wurde noch nie einem Realitäts-Check unterzogen. Kein Land hat sein Geldsystem jemals derart radikal auf den Kopf gestellt.»
Pirmin Bischof, CVP Ständerat

«Der geplante erhebliche Machtgewinn der Schweizerischen Nationalbank stosst auf grosse Skepsis. Zudem wären stetig wachsende Begehrlichkeiten an die Adresse der Notenbank und politischer Streit vorprogrammiert»
Beat Walti, FDP Nationalrat

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